Gesuchte Frau bei Grenzkontrolle entdeckt

Bei Grenzkontrollen am Dienstag, 20. Oktober 2026, haben Bundespolizisten am Parkplatz Ulrichsberg Nord an der A6 bei Waidhaus eine 46-jährige chinesische Staatsangehörige kontrolliert. Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellten die Beamten fest, dass die Staatsanwaltschaft Landshut sie mit einem Vollstreckungshaftbefehl wegen Steuerhinterziehung suchte.

Steuerhinterziehung wegen nicht angemeldeter Gemälde

Hintergrund war ein Vorfall am Münchner Flughafen im Juli 2023. Die Frau war damals mit ihrer Tochter aus Singapur eingereist und hatte drei Gemälde im Gesamtwert von rund 82.400 Euro im Gepäck. Obwohl die Kunstwerke nach Angaben der Bundespolizei gewerblichen Zwecken dienten und hätten angemeldet werden müssen, nutzte sie den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren.

Zollbeamte entdeckten die Gemälde noch vor dem Verlassen des Ausgangs. Die fällige Einfuhrumsatzsteuer betrug rund 5.800 Euro. Das Amtsgericht Landshut verhängte wegen Steuerhinterziehung eine Geldstrafe von 8.000 Euro. Da die Frau diese zunächst nicht bezahlt hatte, wurde der Haftbefehl erlassen.

Ihr Ehemann beglich die offenen Justizschulden bei der Polizeiinspektion Starnberg. Damit konnte die Frau eine mehrwöchige Ersatzfreiheitsstrafe abwenden. Zusätzlich musste sie eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro hinterlegen.

Gefälschter Reisepass im Gepäck

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Bundespolizisten einen gefälschten tschechischen Reisepass, der auf die Personalien der Frau ausgestellt war.

Da sie keine für die Einreise nach Deutschland gültigen aufenthaltslegitimierenden Dokumente vorweisen konnte, wurde ihr die Einreise verweigert. Die Bundespolizei veranlasste ihre Zurückweisung nach Tschechien.

Gegen die 46-Jährige wurden weitere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise und der versuchten unerlaubten Einreise eingeleitet.