Betrüger setzen Angehörige unter Druck
Das St. Anna Krankenhaus warnt vor sogenannten Schockanrufen, die derzeit vermehrt auch in Bayern auftreten. Dabei geben sich Kriminelle am Telefon als Klinikbeschäftigte aus und behaupten, ein Familienmitglied sei nach einem schweren Unfall oder wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung im Krankenhaus.
Anschließend fordern sie hohe Geldsummen. Die angebliche Zahlung sei notwendig, um eine dringende Operation oder die weitere medizinische Versorgung sicherzustellen. Dabei setzen die Betrüger ihre Opfer gezielt unter emotionalen und zeitlichen Druck.
„Krankenhäuser fordern niemals telefonisch Geldzahlungen von Angehörigen, um medizinische Behandlungen durchzuführen oder fortzusetzen“, betont Vorstand Roland Ganzmann.
So schützen Sie sich vor Schockanrufen
Das St. Anna Krankenhaus stellt klar:
Krankenhäuser verlangen keine Barzahlungen am Telefon.
Medizinische Notfallbehandlungen hängen nicht von einer vorherigen Zahlung ab.
Klinikmitarbeiter holen kein Bargeld, keinen Schmuck und keine Wertsachen bei Angehörigen ab.
Persönliche oder finanzielle Daten sollten niemals an unbekannte Anrufer weitergegeben werden.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und sich nicht auf Diskussionen einlassen. Anschließend empfiehlt es sich, die angeblich betroffene Person oder andere Angehörige direkt zu kontaktieren und den Vorfall der örtlichen Polizei zu melden.
Vorsicht auch bei täuschend echten Anrufen
Betrüger können Menschen jeden Alters und aus allen Gesellschaftsschichten treffen. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz können solche Anrufe zudem noch glaubwürdiger wirken.
Wer unsicher ist, ob ein Anruf tatsächlich vom St. Anna Krankenhaus stammt, sollte auflegen und selbst die offizielle Telefonnummer der Klinik wählen. Über die zentrale Auskunft kann anschließend die zuständige Station kontaktiert werden.
