Drei Männer im Fernreisebus kontrolliert
Bei Grenzkontrollen in Waidhaus hat die Bundespolizei am Dienstag, 20. Oktober 2026, drei Männer in einem internationalen Fernreisebus auf der Strecke Prag–Maastricht kontrolliert. Die 30 und 54 Jahre alten georgischen Staatsangehörigen sowie ein 39-jähriger Usbeke konnten laut Bundespolizei keine gültigen Dokumente für ihren Aufenthalt im Schengenraum vorweisen.
Aufenthaltsdauer überschritten
Der 39-jährige Usbeke zeigte einen gültigen Reisepass mit einem bulgarischen Visum vor. Sein letzter Einreisestempel in den Schengenraum stammte jedoch aus August 2025. Einen gültigen Aufenthaltstitel oder andere erforderliche Dokumente hatte er nicht dabei. Nach Angaben der Bundespolizei hatte er die erlaubte Aufenthaltsdauer um mehr als ein Jahr überschritten.
Der 30-jährige Georgier war den Ermittlungen zufolge im Mai über Prag in den Schengenraum eingereist. Da er weder ein Visum noch einen Aufenthaltstitel vorweisen konnte, hielt er sich nach Einschätzung der Beamten unerlaubt dort auf.
Beim 54-jährigen Georgier war eine Einreise über Polen im April 2024 dokumentiert. Auch er konnte keine Unterlagen vorlegen, die seinen aktuellen Aufenthalt rechtfertigten.
Zurückweisung und Vorführung vor Haftrichter geplant
Die Bundespolizei nahm alle drei Männer in Gewahrsam, verweigerte ihnen die Einreise nach Deutschland und leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise ein.
Die beiden Georgier sollten noch am Mittwoch zum Flughafen München gebracht und von dort nach Georgien zurückgewiesen werden. Der 39-jährige Usbeke sollte einem Haftrichter vorgeführt werden. Ziel ist laut Bundespolizei die Unterbringung in einer Abschiebehafteinrichtung mit anschließender Zurückweisung nach Usbekistan.
