Am Montag, 19. Oktober 2026, ging gegen 14.20 Uhr bei der Integrierten Rettungsleitstelle Amberg ein Notruf ein. Eine Zeugin berichtete, dass eine ihr bekannte Person angegeben habe, möglicherweise einen Schlaganfall zu erleiden und deshalb selbst mit dem Auto ins Krankenhaus fahren zu wollen.
Wenig später meldete die Zeugin, dass sich der Mann auf einem Supermarktparkplatz in der Nittenauer Straße in Bruck aufhalte. Eine Polizeistreife traf dort gegen 14.40 Uhr auf den 37-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Bruck. Nach Angaben der Polizei ergaben sich beim ersten Kontakt keine Hinweise auf einen akuten Schlaganfall.
Mann widersetzt sich den Beamten
Der 37-Jährige saß zunächst auf dem Fahrersitz seines Autos. Auf dem Beifahrersitz befanden sich zahlreiche Bierflaschen. Als die Beamten ihn für eine Kontrolle aufforderten, das Fahrzeug zu verlassen, kam er dieser Aufforderung zunächst nach. Anschließend erklärte er, keinen Führerschein zu besitzen.
Trotz der Aufforderung der Polizisten, nicht wieder einzusteigen, setzte sich der Mann erneut in seinen Pkw. Um eine Weiterfahrt zu verhindern, hielten ihn die Beamten fest. Dagegen leistete der 37-Jährige erheblichen Widerstand.
Zwei Polizisten verletzt
Im Verlauf der Auseinandersetzung würgte der Mann einen Polizeibeamten so stark, dass dieser akute Atemnot verspürte. Ein weiterer Beamter erlitt durch die Widerstandshandlungen eine Knieverletzung.
Daraufhin wurden zusätzliche Streifenbesatzungen zum Einsatzort gerufen. Schließlich gelang es den Polizisten, den 37-Jährigen zu fesseln.
Der Mann räumte später ein, kürzlich Alkohol getrunken zu haben. In einem Krankenhaus wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Amberg wurde er anschließend entlassen.
Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten
Die beiden verletzten Polizeibeamten mussten im Krankenhaus behandelt werden und waren anschließend nicht mehr dienstfähig. Sie konnten die Klinik im Laufe des Tages wieder verlassen.
Gegen den 37-Jährigen wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Die Ermittlungen führt die Polizeistation Nittenau.
